Drei Gründe, warum Huren einen Orden verdienen

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HURE! SCHLAMPE! BITCH!!! …rief ein Mann lautstark durch die frische Morgenluft. Entlang der Puffstraße mit den kleinen Häuschen thronten die Liebesdienerinnen leicht bekleidet auf wackligen Barhockern. Ich war mal wieder auf “Dienstreise”, anschaffen irgendwo weit weg von Frankfurt. Neben meinem Fenster, aus dem ich die Szene, beobachtete, saß Maya. Ich schaute zu ihr rüber. “Wieder so ein Arsch, der keinen Respekt hat”, schimpfte ich. Maya meinte: “Für die sind wir doch alle Ficklfleisch, sonst nix!” Warum der Mann so schrie? Erstens, weil er ein Arsch ist. Und zweitens: Wahrscheinlich hat er keinen hoch bekommen. Das ist nämlich ganz oft so! Besoffene, aufgeregte oder unerfahrene Männer bekommen nicht, was sie suchen. Bezahlen müssen sie natürlich trotzdem. Zeit ist schließlich Geld und Huren keine Schlangenbeschwörerinnen! Wer wegen so was die Hure beschimpft, verlangt auch im Klettergarten sein Eintrittsgeld zurück, wenn er auf dem Hochseil einen Schwindelanfall kriegt! Obwohl Prostitution in Deutschland legal ist – also ein ganz normaler Job – gibt es immer noch schlimme Vorurteile gegen uns Huren. Viele denken, Nutten sind nur einfach Schlampen, die die Beine breit machen und dann abkassieren. Dabei muss Frau in dem Business ein knallharter Profi sein!  Maya und ich waren uns schnell einig: Prostituierte sollte man nicht beschimpfen. Im Gegenteil für unseren Dienst an der Menschheit verdienen wir alle Orden! Erster Grund: Huren haben einen Orden verdient, weil sie Top-Service mit vollem Körpereinsatz bieten! Für den Freier ist das Ziel meistens abspritzen. Für die Hure, dass er wiederkehrt. Möglichst viele Stammkunden zu haben, macht das Leben einfacher und den Service besser. Stammkunden wissen das. Deshalb müssen sich gute Nutten auf jeden Kunden perfekt vorbereiten. Es hört sich natürlich nach Marketing-Gelaber an, aber ich bin wirklich unzufrieden, wenn der Freier unzufrieden ist. Und auch wenn nicht alle Huren den gleichen Anspruch haben: Ich versuche, meinen Kunden immer ein Höchstmaß an Perfektion zu bieten. Am wichtigsten ist es, allen ein Gefühl zu geben, dass sie nichts Falsches tun. (Okay, manche suchen genau das)  Wie alle Selbstständigen müssen Huren außerdem viel … Weiterlesen

Ein für alle Mal: Ich bin nicht schwul!

Immer wieder höre ich: Du bist schwul. Das ist falsch! Dass es zwischen Pimmel und Kerbe auch Zwischenstufen gibt, will den meisten Menschen einfach nicht in den Kopf. Also: Ich war ein Mann, dann Transexuelle und heute bin ich eine richtige Frau. Nach drei Jahren Psychiater, einer Hormontherapie und zwei Operationen (Brust UND unten) darf ich mich wohl mit Fug und Recht als Frau bezeichnen. Und ich habe immer Frauen geliebt. Wenn Otto Normal das hört, kratzt er sich völlig ratlos: “Erst hetero und nach der Geschlechtsumwandlung lesbisch?” So viel Sand und keine Förmchen! Normalos, die nie ihr eigenes Geschlecht infrage gestellt haben, unterscheiden gerade mal zwischen heterosexuell und homosexuell. VIER Schubladen, in die man die Menschen stecken kann – Männer, Frauen, Lesben und Schwule – das ist für den Normalverbraucher offenbar schon eine Herausforderung. Wenn ihr schon Schubladen braucht, dann wenigstens neue! Jawohl, neue Schubladen braucht das Land: Hier sind drei Misch-Geschlechter, die jeder kennen sollte! Schublade Eins: DWT – Damenwäscheträgen Mit DWT habe ich auch angefangen. So mit Anfang 20 habe ich mir zum ersten Mal Seiden-BHs und Slips geklauft. Ich habe sie nicht bezahlt, weil ich einfach keine Kohle hatte. Zum Glück ist das eh verjährt. Jedenfalls fand ich Damenunterwäsche echt geil. Diese weiche Oberfläche, der Glanz… für mich fühlten sie schon das Material an, als sei es nicht von dieser Welt. (Auch wenn das Zeug natürlich aus China war.) Wie das immer so ist: Erst kann man sich’s nicht vorstellen. Dann gewöhnt man sich langsam dran und am Schluss kann man gar nicht mehr davon lassen. Nach einiger Zeit wollte ich die Dinger wirklich nicht mehr ausziehen. Ich trug sie auch zur Arbeit. Ich war als Lagerist in einem Supermarkt eingesetzt. Oben Jeans, drunter ein seidiger Slip. Natürlich war mir das Ding zu klein! Genau wie der BH, der nach einer Weile auch noch dazukam. Es war ein wenig gewöhnungsbedürftig, so rum zu laufen. Aber nur am Anfang. Ich fühlte mich frei. Nur ich wusste es. Es war MEIN … Weiterlesen

Analgetikum

Analgetika (Plural von Analgetikum) haben mit dem Popo erstmal nichts zu tun! Es handelt sich um Schmerzmittel. Zugegeben nach dem AV, könnte man gelegentlich auch mal Schmerzmittel brauchen. Aber das steht auf einem anderen Blatt. Jedenfalls zählen sie zu den am häufigsten verwendeten Arzneimitteln und werden oft unkontrolliert und teilweise missbräuchlich eingenommen. Der Grund für beides ist, dass sie nicht wie andere Schmerzmittel örtlich oder komplett betäuben. Stattdessen wirken Analgetika auf das Nervensystem und schalten gezielt bestimmte Funktionen wie die Schmerzempfindung aus oder überreizen einen. Die Wirkung kann von hilfreich bis rauschhaft reichen und auch in die Abhängigkeit führen. Beliebte Analgetika sind Opiate und Canabis. Also Obacht! Zurück zu Frankas Lexikon von A-Z

Wenn man Baby-Blau und Rosa mischt

Herzlich wilkommen zu meiner Welt! Ich bin Franka, früher hieß ich Frank. Als ich auf die Welt gekommen bin, hat ein Arzt bestimmt, dass ich ein Junge sei. Später habe ich selber entscheiden können und das geändert. Heute bin ich eine transexuelle Frau. Ich schreibe dieses Blog, weil wir alle in Schubladen gesteckt werden. Als würde jeder von uns von Kindesbeinen einen unsichtbaren baby-blauen oder einen rosa Strampler bekommen und nie mehr raus dürfen! Die meisten Eltern können nicht bis zur Pubertät abwarten, ob sich aus dem Kind tatsächlich ein Junge oder ein Mädchen entwickelt. Schuld daran sind ein bißchen die Eltern, die es sich aus Egoismus leicht machen wollen. Außerdem tragen wir alle einen Teil der Schuld, weil wir den ganzen Tag immer nur nach Mann/Frau unterscheiden – digital, als wären wir Computer! Meiner Erfahrung nach, sind Blau und Rosa, Junge und Mädchen, eigentlich eher wie zwei Streifen des Regenbogens. Dazwischen und rundrum gibt es viele interessante Mischfarben. Ich habe dieses Blog gestartet, um den Menschen das mal klar zu machen: Es ist okay, wenn ihr nicht 100% männlich oder weiblich seid! Egal, was Eltern oder Ärzte sagen, es ist euer Leben, eure Entscheidung. Die Schwulen und Lesben haben es vorgemacht. Mittlerweile stört es kaum noch einen, wenn Männer mit Männern und Frauen mit Frauen Händchen halten, knutschen, ins Kino gehen, Kinder großziehen und was alles zum Leben gehört. Bei Menschen, die zwischen den Geschlechtern hin und her springen ist das noch nicht so verständlich. Genau wie ich sind sie deshalb häufig am Rande Gesellschaft. Ich gehe anschaffen. Ein weiterer Grund, warum ich diesen Blog aufgemacht. Wie ihr seht, habe ich einiges zu erzählen. Mein guter Freund Roman hat mir bei der Seite geholfen. So kann ich auch erstmal annonym bleiben. Klar: Nicht jeder wird diesen Blog gut finden. Aber hier sind auch ablehnende Meinungen zugelassen, wenn ihr fair diskutiert. Nur allzu krass sollte es nicht werden, sonst löschen wir auch mal. Es würde uns freuen, wenn wir damit einige Menschen erreichen … Weiterlesen