Meine 15 Schritte zur OP

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Der Weg zu meiner Geschlechtsangleichung (also Operation) war sehr lang. Oft auch steinig. Diesen Beitrag schreibe ich, weil ich rückblickend vieles anders machen würde. Geschlechtsangleichung heißt es, weil ich danach auch außen so war, wie ich mich innen schon lange fühlte. Wie es genau war, wie ich mich fühlte und was ich erlebt habe beschreibe ich ein anderes Mal im Detail. Aber hier ist so zu sagen (m)eine Checkliste. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit. Und es ist auch keine Empfehlung, es genau so zu machen. Es ist nur eine Zusammenfassung meines eigenen Weges nach bestem Wissen und Gewissen! Die Sache will gut überlegt sein – na klar. Selber denken hilft immer. Gerade bei Dingen, für die es – wie bei einer Geschlechtsangleichung – nur ein erstes Mal gibt. Manche brechen im letzten Moment ab, verlassen den Weg. Wer das tut, wird seine guten Gründe haben. Auch ich zweifle noch heute ab und an, denn das Leben mit einem neuen Geschlecht(steil) und vor allem einer unumkehrbar neuen Geschlechterrolle in der Gesellschaft bleibt auch nach dem Eingriff schwierig. Vielleicht findet sich ja die eine oder der andere in diesem Blog-Beitrag wieder. Bitte hinterlasst gerne Kommentare – am besten solche, die anderen helfen. Ich präsentieren meine 15 Schritte zur Geschlechtsangleichung. Mir hätte das 2012, als ich meinen Penis zur Vagina habe umbauen lassen, jedenfalls sehr geholfen! Wissen ist Macht! Ich habe mich im Internet informiert. Es dauert machmal ein wenig, bis man fündig wird. Der erste Treffer bei Google ist nicht immer der beste. Du sitzt in diesem Moment vor der größten Bibliothek der Welt. Nutze sie. Noch nie war so viel Wissen nur eine Webseite entfernt! Ratschläge sind auch Schläge! Zumindest einige. Foren wie Travesta sind sehr hilfreich, weil du da Menschen findest, die in der gleichen Situation sind, wie du. Das birgt aber auch die Gefahr, dass du vor lauter Ratschlägen nicht mehr weißt, was für dich selber wichtig ist. Soweit darfst du es nicht kommen lassen. Verlasse dich auf dein Bauchgefüh! Zum … Weiterlesen

Ein für alle Mal: Ich bin nicht schwul!

Immer wieder höre ich: Du bist schwul. Das ist falsch! Dass es zwischen Pimmel und Kerbe auch Zwischenstufen gibt, will den meisten Menschen einfach nicht in den Kopf. Also: Ich war ein Mann, dann Transexuelle und heute bin ich eine richtige Frau. Nach drei Jahren Psychiater, einer Hormontherapie und zwei Operationen (Brust UND unten) darf ich mich wohl mit Fug und Recht als Frau bezeichnen. Und ich habe immer Frauen geliebt. Wenn Otto Normal das hört, kratzt er sich völlig ratlos: “Erst hetero und nach der Geschlechtsumwandlung lesbisch?” So viel Sand und keine Förmchen! Normalos, die nie ihr eigenes Geschlecht infrage gestellt haben, unterscheiden gerade mal zwischen heterosexuell und homosexuell. VIER Schubladen, in die man die Menschen stecken kann – Männer, Frauen, Lesben und Schwule – das ist für den Normalverbraucher offenbar schon eine Herausforderung. Wenn ihr schon Schubladen braucht, dann wenigstens neue! Jawohl, neue Schubladen braucht das Land: Hier sind drei Misch-Geschlechter, die jeder kennen sollte! Schublade Eins: DWT – Damenwäscheträgen Mit DWT habe ich auch angefangen. So mit Anfang 20 habe ich mir zum ersten Mal Seiden-BHs und Slips geklauft. Ich habe sie nicht bezahlt, weil ich einfach keine Kohle hatte. Zum Glück ist das eh verjährt. Jedenfalls fand ich Damenunterwäsche echt geil. Diese weiche Oberfläche, der Glanz… für mich fühlten sie schon das Material an, als sei es nicht von dieser Welt. (Auch wenn das Zeug natürlich aus China war.) Wie das immer so ist: Erst kann man sich’s nicht vorstellen. Dann gewöhnt man sich langsam dran und am Schluss kann man gar nicht mehr davon lassen. Nach einiger Zeit wollte ich die Dinger wirklich nicht mehr ausziehen. Ich trug sie auch zur Arbeit. Ich war als Lagerist in einem Supermarkt eingesetzt. Oben Jeans, drunter ein seidiger Slip. Natürlich war mir das Ding zu klein! Genau wie der BH, der nach einer Weile auch noch dazukam. Es war ein wenig gewöhnungsbedürftig, so rum zu laufen. Aber nur am Anfang. Ich fühlte mich frei. Nur ich wusste es. Es war MEIN … Weiterlesen